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Schritt 4: Richtig Atmen | 10 einfache Schritte die dein Leben verändern

Schritt 4: Richtig atmen | consciousNOW
Written by Mario Herold

Richtig Atmen – Warum das wichtig ist

Die Atmung ist nicht nur lebensnotwendig für dich, sondern kann dir bei richtiger Anwendung dabei helfen, wieder mehr Lebensenergie und Körpergefühl zurück zu gewinnen. In der hoch komplexen und technisierten Welt kommt das gerade den Menschen in der westeuropäischen Gesellschaft immer mehr abhanden. Körperliche Beschwerden, Stress und Burnout können die Folge sein, ganz zu schweigen von erheblich beschnittener Lebensqualität.

Dein autonomes System, welches deine lebenswichtigen Körperfunktionen wie den Herzschlag, die Atmung und sämtliche Organfunktionen steuert, versucht dich bestmöglich dabei zu unterstützen, dass es dir gut geht und du energiegeladen und vital bleibst.

Du bist im „driver seat“

Gerade bei der Atmung jedoch, hast du im Gegensatz zu deinem Herzschlag und anderen wichtigen Körperfunktionen, erheblichen Einfluss auf die Ausführung und das Ergebnis. Du kannst bewusst den Atem anhalten, verlangsamen und beschleunigen, wenn du das willst. Wenn du nicht bewusst darauf achtest, oder wenn ein lebensbedrohlicher Zustand eintritt, dann übernimmt dein autonomes System die Steuerung der Atmung für dich, jedoch in der Art und Weise wie du gelernt hast zu atmen.

Das bedeutet leider auch, dass du dann gerade soviel Energie mit deinem Atmen in deinen Körper bringst, dass du (über)lebst, also weit entfernt vom Idealzustand, dass dir massenhaft Energie zur Verfügung steht, um fantastische Dinge zu tun :).

Das Gehen, Sprechen und Zähneputzen oder andere alltägliche Dinge hast du irgendwann einmal gelernt, indem dir jemand gezeigt hat, wie es geht oder du es dir einfach abgeschaut hast. Beim Atmen war es einfach „da“.

Wenn du etwas wieder und immer wieder tust, wird es zu einer Gewohnheit. Beim Laufen lernen als kleines Kind war es noch ziemlich einfach, deinen Krabbel- und Geh-Stil immer weiter zu verbessern, weil du entweder Feedback von außen bekommen hast (z.B. durch deine Eltern) wie du es besser machen kannst oder du selbst gemerkt hast wie es einfacher und leichter für dich geht.

Fehlende Feedback-Schleifen

Gerade bei der Atmung haben wir diese Feedback-Schleifen jedoch nicht. Von außen schon gar nicht, denn niemand sagt dir ob DU richtig atmest, noch ist es nach meinem Wissensstand Bestandteil irgendeiner schulischen Ausbildung oder des Sportunterrichts oder sonst wo, dir aufzuzeigen welche Arten der Atmung es gibt und welche die Beste Variante ist. Es sei denn du beschäftigst dich als Erwachsener mit meditativen Techniken bzw. bewusstseinsfördernden Achtsamkeitsübungen oder mit körperzentrierten Techniken wie Yoga, Qi-Gong, Tai-Chi usw.

Mehr dazu kannst du nachlesen unter dem Begriff „Pranayama„, was ein Bereich des Raja Yoga darstellt und so viel wie „die Zusammenführung von Körper und Geist durch Atemübungen“ bedeutet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pranayama

Richtiges Atmen wird mit zunehmendem Alter wichtiger

Bleibt also noch deine eigene Wahrnehmung, um „richtig“ zu atmen. Als Kind hast du jedoch keinerlei Probleme, weder mit Lebensenergie noch mit Körpergefühl 🙂 .. du bist quirlig, lebendig, nimmst 1000 Dinge gleichzeitig auf und kannst es kaum erwarten bis ein neuer Tag beginnt. Es ist also in diesem Alter völlig egal „wie“ du atmest.

Erst in späteren Jahren, wenn immer mehr physische, mentale, emotionale und spirituelle Themen in dir und durch dich verarbeitet werden, wird es essentiell wichtig für dich zu wissen, welche Atemtechniken es gibt und welche am effektivsten für dich sind.

Es gibt viele Informationen zur Atmung im Netz. Deshalb findest du im folgenden Abschnitt nur einige wesentliche Aspekte, die hilfreich sein können dir die nötigen Impulse zu geben sich mit diesem Thema zu beschäftigen und für dich zu nutzen.

Atmen durch die Nase oder den Mund

Was die Yogis schon immer wussten:

Richtiges Atmen bedeutet Atmen durch die Nase.

Beim Atmen durch die Nase wird nicht nur die eingehende Luft gereinigt und angewärmt, sondern auch der Geruchsnerv aktiviert, der wiederum in direktem Kontakt mit dem Hypothalamus und der Hypophyse steht. Diese Bereiche steuern unser autonomes Nervensystem. Mund- und Nasenatmung rufen als Ergebnis also völlig unterschiedliche physiologische Reaktionen hervor. Wer genaueres darüber erfahren möchte kann hier nachlesen
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/nasenatmung-ia.html

Die 4 Arten der Atmung

Die Yogis klassifizieren Atmung in eine der 4 folgenden Methoden (Extrakt aus: The Yogi Science of breath, 1903)

(1) Hohe Atmung
(2) Halbe/Mittlere Atmung
(3) Niedere Atmung
(4) Komplette Atmung

 

(1) HOHE ATMUNG

Diese Form von Atmung ist als Klavikularatmung oder Schlüsselbeinatmung bekannt. Wenn jemand auf diese Art und Weise atmet, heben sich die Rippen, das Schlüsselbein und die Schultern, gleichzeitig ziehen wir den Bauch ein und drücken den Inhalt gegen das Zwerchfell, welches deshalb ebenfalls angehoben wird.

Der obere Teil der Brust und der Lunge, welches der kleinste Teil ist, wird bei dieser Atemtechnik verwendet, und folglich tritt nur eine minimale Menge an Luft in die Lungen. Da das Zwerchfell bei dieser Atemtechnik angehoben wird, kann sich die Luft nicht wesentlich in diese Richtung ausbreiten.

Die hohe Atmung ist wahrscheinlich die schlimmste Form der Atmung, die dem Menschen bekannt ist und erfordert den größten Energieaufwand mit dem kleinsten Betrag an Nutzen für uns. Es ist ein energieverschwenderischer, schlechter „Rendite-Plan“. Trotzdem ist diese Art der Atmung unter den Westeuropäern sehr verbreitet und viele Männer und Frauen verwenden diese Atemtechnik weil sie es nicht besser wissen.

Praxistest zur Überprüfung der (In)Effizienz der hohen Atmung:

Stelle dich aufrecht hin, mit den Armen an den Seiten. Atme nun alle Luft komplett AUS. Dann ziehe deine Schultern und Arme „nach oben“ und atme danach kräftig EIN. Merke dir die ungefähre Luftmenge, die du einatmen konntest. Atme AUS. Jetzt lasse deine Arme und Schultern „nach unten“ fallen und atme nochmals kräftig EIN (ohne die Arme oder Schultern zu heben). Bemerke wie viel mehr Luft du einatmen konntest und wie viel leichter das ging 🙂

Wenn du wissen möchtest, wie die anderen Arten der Atmung (nämlich die b) mittlere Atmung, die c) niedere Atmung oder gar d) die komplette Atmung) dir dabei helfen können, den Zufluss an Lebensenergie zu steigern, dann lies hier weiter >>

Die 4 Arten der Atmung

 

Über den Autor

Mario Herold

Das Ziel: "Ein befreites und selbstbestimmtes Leben in Form von persönlicher, wirtschaftlicher und örtlicher Unabhängigkeit." Das strebe ich für mich an und helfe anderen, die das für sich ebenso erreichen wollen. Das tue ich als Berater, Entrepreneur und Autor.

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